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Kurse | 20.05.2020

Trauerseminar

Trauerseminar

Mundschutz nähen und verkaufen zugunsten der Trauerarbeit

Ute stellte sich die Frage: Wie kann ich die kontaktarme Zeit während der Corona-Pandemie sinnvoll nutzen?

Vorwort: Ich habe im April 2018 meinen Mann verloren und zweimal im Monat das Trauercafé der Hospizgesellschaft besucht. Hier fand ich von kompetenten ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen Trost und Zuspruch und vor allem Verständnis, wenn die Tränen rollten. Auch die Teilnehmer/-innen untereinander gingen taktvoll mit einander um – wir hatten ja alle „Trauerprobleme“.

In einem 5-monatigem Trauerseminar - mit einer kleinen Gruppe von 5 Personen - erhielt ich professionelle Hilfsstellung und praktische Anleitung zur Trauerbewältigung. Die Teilnehmerinnen verstanden sich gut – was wichtig war. In 2 von den 5 Personen habe ich besondere Freundinnen gefunden und wie heißt es so schön: alle für eine – eine für alle! Wir haben bereits schöne Zeit und einige Urlaube zusammen verbracht.

Mit meiner Idee „Behelfsmasken nähe und gegen Spenden veräußern“ wollte ich auf meine Art der Hospizgesellschaft – eben diesen kompetenten Damen - „Danke“ sagen.

Also los geht’s! Nach Rücksprache mit unserem Apotheker - der meine Idee unterstützt - habe ich meine Idee in die Tat umgesetzt.

Bei Freunden und Nachbarn bettelte ich nach Stoffen – meist farbige Bettbezüge und weiße Betttücher für die Innenseite der Behelfsmasken, Gummi und Garne.

Mein Büro wurde zur Schneiderei ....

Stoffbahnen zurechtschneiden, bügeln, bügeln, bügeln….(bisher haben wir 30 l destilliertes Wasser verbraucht)

und bis aus Stoffteilen ...

eine fertige Behelfsmaske wird - das braucht seine Zeit ...

Die selbst entworfene "Kiste" steht in der Apotheke in Gemünden

Als unsre Bundeskanzlerin die Maskenpflicht bekannt gab, hatte ich bereits circa 150 Masken für die Hospiz erwirtschaftet.

Nun wurde die Nachfrage so groß, dass ich die Arbeit nicht mehr alleine stemmen konnte. Eine der vorgenannten Trauerseminarteilnehmerinnen – meine gute Freundin Birgit – war sofort bereit zu helfen.

Birgit bügelte stundenlang und ich habe meine Nähmaschine zum Glühen gebracht

Dank der tollen gespendeten Stoffe – jetzt kamen noch Herrenoberhemden ins Spiel – haben wir schöne Masken anbieten können.

Wochenend-Produktion = 75 Stck.

durch Bügeln zum Nähen vorbereitet ...

für die Damen ...

und für die Herren ...

So wie es aussieht können Birgit und ich zufrieden (und auch ein bisschen stolz) sein mit dem was wir gemacht haben.

Wenn unsere Aktion abgeschlossen ist werden wir einen „schönen“ Betrag der Hospiz übergeben können.

Auf jeden Fall haben wir 2 unseren Spaß dabei!

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